Samstag, 18. Juli 2026

... passt auf Eure Liebe auf...

 Predigt am 19. Juli in Stendal

Predigttext Hebräerbrief 13, 1-3:

Hört nicht auf, einander als Brüder und Schwestern zu lieben. 

Vergesst nicht, Gastfreundschaft zu üben, 

denn auf diese Weise haben einige, ohne es zu wissen, 

Engel bei sich aufgenommen. 

Denkt an die Gefangenen, als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt! 

Denkt an die Misshandelten, als ob ihr die Misshandlungen am eigenen Leib spüren würdet! 






Wir singen davor:

Wir hören jetzt auf Gottes Wort, und davon leben wir.
Das wirkt im Alltag fort und fort, begleitet uns an jedem Ort.



Und davon leben wir: Von Gottes Wort.

Wovon lebst Du gerade?

In diesen Zeiten?

Mich machen diese Zeiten unruhig.

Gottes Wort aber lässt mich sehr oft wieder ruhig werden.

Durch Sätze wie diese:

Haltet fest, oder haltet Euch fest an oder bleibt ganz fest in der Liebe zu den Geschwistern. Haltet Euch fest! Vergesst die Gastfreundschaft nicht, denn auf diese Weise haben manche, ohne es zu wissen, Engel beherbergt. Denkt an die Gefangenen, als ob ihr mit ihnen im Gefängnis wärt. Denkt an die Misshandelten, denn auch ihr lebt in einem verletzlichen Körper.


Daran kann ich mich festhalten. Vor allem, wenn mir andere absprechen wollen, woher ich meine Kraft und meine Ideale begründe. Gerade dann, wenn der reichste Mensch der Welt sagt: „Die fundamentale Schwäche der westlichen Zivilisation ist die Empathie“ (Elon Musk). Mit anderen Worten: Das, was Ihr falsch macht, ist das mit der Liebe. Solche Sätze stellen alles in Frage, an das ich glaube. Die Politischen Ideen mancher stellen gerade auch vieles in Frage, an das ich glaube. Wir als Kirche werden in Frage gestellt, dass wir richtig glauben, gerade da, wo wir uns einsetzen für Schutzsuchende und Bedrückte, für aus dem Blick Geratenen und Verachteten. 

Wo steht es denn in Deiner Bibel?, fragen sie. Begründe das doch mal! 


Es sind Texte wie dieser, die mich wieder zurückholen in meine Stabilität und meine Gewissheit, in mein Standing: Die ersten Zeugen und Zeuginnen sagen: das ist zentral, daran messt alles: an der Liebe. Haltet fest an der Liebe unter Euch Geschwistern!


Der Hebräerbrief ist eine Rede an verunsicherte Menschen. An welche, die wieder vergewissert werden möchten. Die angekreidet werden für ihren Glauben. Die ihn festhalten müsse, ohne in der Mehrheit zu sein. Die Gemeinden hatten, so vermutet man, fest Glaubenssätze, die sie sich selbst wiederholten, denn wir sind damals noch in den Zeiten, wo alles Wesentliche unseres Glaubens überwiegend mündlich weiter gegeben wurde. Dazu brauchte es feste Sätze, die man sich gut merken kann.

Ähnlich wie Lisa und Inga aus Bullerbü, sich merken mussten, Hefe, Ingwer, Nähnadeln, Knäckebrot, süße Mandeln, Essig, Anchovis, Brustkaramellen, Seife, Kaffee, Würfelzucker, Gummiband, Kandiszucker, Kampfer, Nähgarn No 40, Vanillezucker und Fleischwurst mitzubringen und daraus unterwegs ein Lied machten, um sich das zu merken. So gab es unter unseren ersten Geschwistern auch Lieder, Psalmen, feste Merkworte, später Bekenntnisse, wir haben heute noch das Glaubensbekenntnis, das später entstand. Man denkt, dass unser Text heute auch so ein Merksatz war, der das allerwichtigste des Glaubens auf einen Punkt brachte: 

Bleibt in der Liebe. Das griechische Wort dazu meint die Liebe unter Geschwistern, also etwas festes, familiäres, unverbrüchliches, liebevolles, rücksichtsvolles, etwas, das man nicht abwählen kann: Geschwisterliche Liebe. 

„Gebt auf Eure Liebe acht!“ - so singt das Herbert Grönemeyer. Wenn irgendetwas wichtig ist: dann passt auf Eure Liebe auf. „Schaut in Euren Herzen nach! singt er. Legt nach, Legt immerzu nach, liebt Euch Tag für Tag!“ 





Was damals, vor nicht ganz 2000 Jahren mit Liebe füreinander gemeint war, das wussten die Verfasser und Verfasserinnen, das konnte man gar nicht alles aufschreiben. Von Anfang an weiß unsere Bibel, dass Liebe nichts ist, was Du ein für allemal umschreiben kannst. Das muss sich immer wieder neu finden, das lässt sich gar nicht fixieren. Die Liebe hat unendliche Möglichkeiten. So wurde die Liebe ein wachsender Schatz der Kirche, der Glaubenden, der Welt, bis heute… wo wir es sind, die die Liebe buchstabieren müssen. Hier muss sie hin passen, in unsere Welt. Und sie ist nichts, was sich mit Lesen der Schrift und nur mit Beten erledigen ließe, auch wenn Beten unbedingt dazu gehört zum Lieben. Liebe, die aus dem Glauben kommt, funktioniert im Losgehen. Sie geht, weil sie muss, in die Welt. Und da fängt der Schlamassel an, denn ganz schnell wird diese Liebe politisch, weil es die Polis, das öffentliche Leben betrifft. Wie sich die Liebe am markantesten zeigt, wird auch beschrieben:  in Gastfreundschaft. 



Hier steht es, in der Bibel. Habe ich mir nicht ausgesucht und nicht ausgedacht. Fremde und Freunde beherbergen, auch mir Unbekannte, ist urchristlicher Auftrag, das hat sogar eine geistliche Dimension, sagt die Bibel. Denn Gott selbst könnte es sein. So wie Abraham und Sarah erst nicht ahnten, wem sie Schatten, frisches Wasser und Speise boten. Es wäre ja einfach, Gott zu erkennen, wenn er direkt als Gott käme, kommt er aber eher selten. Die Bibel sagt - eine Begegnung mit Deinen Gästen kann eine geistlichen Begegnung sein. Gott kann darin vorkommen. Welche innere Haltung es dazu braucht, sagt die dritte Botschaft im Text. Denkt an die Gefangenen, als wäret ihr mitgefangen. Das meint auch: denkt an die Armen als ob ihr selbst arm wäret; denkt an die Kleinen, als wäret ihr selbst klein; denkt an die Menschen mit einer Behinderung, als wäret ihr selbst betroffen; denkt an Pflegende Menschen - in Beruf oder zu Hause, als würdet ihr selbst jemanden pflegen. Denkt an Politiker*innen, als müsstet ihr selbst Politik machen. Denkt „als Ob“!! Wisst Ihr übrigens, dass das einer der großen Gründe ist, die für inklusive Schulen spricht? Weil die nicht behinderten Kinder lernen, „als-ob-Perspektiven“ einzunehmen für andere: eine Grundhaltung des Mitfühlens. Der Liebe. Denkt als ob! Ihr habt die Liebe nicht zum Behalten, Ihr habt Eure Werte nicht zum Behalten. 

Und denkt an die Misshandelten, also an alle, die Leid durch andere erfahren „als Ob“, weil ihr selbst Empfindsame sein. Weil ihr selbst betroffen sein könnt, weil ihr die Kraft habt, Euch vorzustellen, wie es jemandem geht, der misshandelt wird, Gewalt erfährt, Beschimpfung, Ausgrenzung, Hass. 


Ich kann keine andere Agenda in der Bibel lesen, als diese Essenz, die die ersten Geschwister hier zusammen gefasst haben: Gebt auf die Liebe acht. Eure Gäste können Gottesbegegnungen sein. Was ihr einem meiner geringsten Geschwister getan habt… Und dabei hilft Euch Als-Ob-denken. So! funktioniert das Leben nach Gottes Idee. 


Die Bibel hat leider keine konkrete Anweisungen für das Jahr 2026 parat. Weil das, was dran ist immer wieder neu ermessen werden muss. Gefühlt, Gesehen und getan. Dieser Brief heute versucht zu beschreiben, wie in endlichen Zeiten, und endliche Zeiten haben die Menschen schon immer erlebt, wie in endlichen Zeiten Gottes Sprache neu erfahrbar wird. Gottes Sprache ist der Akkord der Liebe, den wir einbringen können. In Gottes Plan sind wir mit hinein genommen, mit der Liebe. Das kann niemand Wegreden: so steht es hier geschrieben. Dafür soll unser Herz schlagen. Je mehr Liebe darin ist, desto weniger Platz ist dort für Hass und Angst.


Darum, wie Herbert Grönemeyer es auch singt: 

(Das Lied findest Du im Internet. Hör es Dir mal an!)


"Gebt auf Eure Liebe acht

seht immer wieder im Herzen nach.

Dass kein einziges Gefühl dort still verdorrt

Seid IHR in DIESER WELT!!

ein seliger Akkord, immerfort, immerfort

Und: Legt nach, liebt euch Tag für Tag


Denn: Was immer euch die Zeit zuweht

Steht zusammen, bis der Sturm sich legt

Seid einander ein sanftester Hort

Seid ein seliger Akkord, immerfort, immerfort"


…und auf französisch singt er am Ende des Liedes:


Gebt auf Eure Liebe acht.

Sie ist ein Geschenk, jeden einzelnen Tag.

Stellt Euch den Gefahren und Ängsten,

"Préservez à jamais la chaleur dans vos cœurs!"

Bewahrt die Wärme für immer in euren Herzen. 

Wort des Herrn. 

Amen.




Und der Friede Gottes, der höher ist als unsere Vernunft, 

der halte unsern Verstand wach und unsre Hoffnung groß 

und stärke unsere Liebe. Amen.




Samstag, 27. Juni 2026

...vom Pilgern....

Predigt zum 30 Jährigen Jubiläum                        des Evangelischen Zentrums                               Kloster Drübeck 

am 27. Juni 2026


Predigt zu Psalm 121


(Eingang gelesen von zwei Stimmen)


1. Treffen sich zwei Pilger. Vielleicht bricht eine gerade auf.

2. Vielleicht kommt einer gerade an.

1. Vielleicht ist eine im tiefsten Tal.

2. Vielleicht ist einer über den Berg.

1. Vielleicht treffen sie sich an einer Kreuzung,

2. vielleicht an einem Tor.

1. Vielleicht droht einer zu straucheln oder einzuknicken.

2. Vielleicht findet eine die richtigen Worte. Vielleicht so: 


1. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?

2. Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. 

Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht.

1.  Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.

2. Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand, dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts.

1.Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.

2. Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!


(die beiden Personen verneigen sich abschließend voreinander)


Ein Wallfahrtspsalm für Menschen auf dem Weg.

Ein Psalm für Menschen auf der DurchReise in ihrem Leben.

Ein Psalm für einen DurchReiseOrt. 

Hier, wo Menschen anhalten. Äußerlich und innerlich.

Hier, wo Menschen in vielen Formaten auf ihre Lebensreise schauen, 

Gott als Reispartner kennenlernen oder lernen, 

andere Menschen mit auf eine Reise mit Gott zu nehmen 

oder sich für Momente in der Gegenwart Gottes wiederfinden, 

bevor sie weiterziehen.

Hier, wo vieles begonnen und aufgebaut wurde und beendet und abgerissen. 

Wo Menschen Spuren hinterlassen haben. Und Gott.

Es ist genau der richtige Ort, um diesen Psalm zu hören.

Hörst Du ihn?

K liest Psalm aus der Bank (nicht zu laut)

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht. Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand, dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts. Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele. Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!


Er sagt Dir:

Hier bist Du richtig, Pilger, Pilgerin.

Der und die du Deine Augen aufgehoben hast.

Du bist Deinen Weg nicht umsonst gegangen. 

Heute nicht und auch in Deinem Leben nicht.

Und vor allem warst du nicht alleine.

Psalm 121 ist einer für ein „Du“, ein Gegenüber-„Du“. 

Wie wenn Du Rat suchst vor den Bergen

und eine andere diese Worte für Dich hat, 

die sie einmal auch selbst empfangen hat.

Worte, die für Dein Weiter und Dennoch Segen aussprechen, 

Behütung, und zu-Mut-ungen.

Reiseworte, die selbst schon lange durch die Zeit gereist sind.

Worte, die wie ein Schatten schirmen.

Worte, die Dich dabei nur um eines bitten:

Die Augen zu heben.

Das ist Deines.

Den Kopf, das Kinn, die Stirn heben,

die Augen aufblicken lassen. WO, Gott: bist du?


Das „Wo bist du“ geht in Richtung hin auf die Berge.

Welche Berge? Sorgenberge, Hassberge, Unsicherheit, 

Unabgearbeitetes, Unverdautes – solche Berge, 

könnte man meinen, häufen sich gerade vor uns auf 

und wenn Dir das hilft, dann bleibt bei diesem Bild.


Aber ich finde, das wird den Bergen nicht gerecht. 

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen - die Berge, denke ich, 

sind doch das Leben. Die Tage und Stunden, 

hinter die ich noch nicht schauen kann. 

Die ein Auf und Ab haben werden, Horizonte 

werden mal zu sehen sein und mal nicht. 

Die Berge sind die besten Biotope des Lebens. 

Voller Pflanzen und Tiere, erst große 

und dann je kleiner je weiter oben. 

Berge sind mühsam und manchmal lustvoll mühsam zu begehen. 

Berge sind kein Ponyhof. 

Sie haben Aussichten, Abwärtswege, Sorgenfelsen, 

wilde Passagen, Flüsse wo man kämpfen muss. 

Sie haben aber außerdem: vollen Atem, Wege, 

Aussichten und Möglichkeiten. 






In Deinem Bergleben, sagt der Psalmbeter, 

gibt es einen nicht schlafenden Gott, der auch nicht müde wird. 

Der nicht müde wird zu handeln, 

einen wirkmächtigen Schöpfer, der nicht aufhört zu schöpfen. 


Denn wir können erschöpfen und ermüden, 

wir können nicht ohne Unterlass laufen und  agieren, 

wir brauchen Schlaf,

wir brauchen Schatten, Rast und Ruhe. 

Gott tut das wegen uns extra nicht. 

Er ruft Leben ins Leben ohne Pause. 

Weil er es kann. Und weil er es will.


Und für Dich, verspricht der Psalm, ist dieser nimmermüde Gott 

Dein Schattenspender. Das meint umfassenden Schutz, 

ganz und gar, auch in Bedrohung. 

Lass die Bedrohungen die zweite Geige spielen, 

meint der Psalm, höre den Ton davor und darunter: 

Gottes umfassenden Schutz. Schattenhände des Himmels.


Der Psalm ist ein Wallfahrtspsalm, mit Rhythmus zum gehen. 

Ein Psalm für Deinen Lebensweg. 

Ein Psalm voller Segen. Kein einfacher Segen, 

es ist die allergrößte vorstellbare Segensmenge überhaupt.

Und ich finde, die brauchen wir in diesen Tagen, 

manche vielleicht privat, manche beruflich, 

manche gesundheitlich, manche seelisch und: 

unser Land braucht diesen Segen. Unsere Nachbarn und Nachbarinnen.

Wir alle - als Gesellschaft gemeinsam auf dem Weg.


Dieser Riesensegen bedeutet:

Der Segen behüte dich nicht nur vor allem Bösen  - das soll er!

Der Segen behüte  nicht nur Dein Leben, Deine Seele. – das soll er!

Der Segen behüte nicht nur alles  

alles was aus und eingeht, Anfang bis Ende – das soll er!

Der Segen behüte Dich über die Weltzeit hinaus, in Ewigkeit! 

Ein lückenloser Segen.


Und Segen heißt. Kraft und Begleitung.

Dieser Ort braucht das.

Du brauchst das.

Du und Du und Du spricht der Segen  - 10 Mal!

Denn Gott kennt jedes Schöpfungsstück.

Er legt es an seinen Platz.

Er vergisst es niemals.


Aber das beste kommt noch: Pilgern ist nicht nur etwas Individuelles, 

sondern trägt in sich immer auch die Begegnung und die Gemeinschaft. 


Drei Pilger habe ich in dieser Woche davon erzählen hören. 

Sie waren zusammen auf eine Pilgerreise gegangen, 

ich bin ihnen am Ende ihrer Reise begegnet. 

Nick, Suliman und Alex von den Erprobungsräumen der EKM 

sind in diesem Monat 10 Tage ohne Geld 

und nur mit einer Gitarre durch den Unstrut-Hainich-Kreis 

in Thüringen gepilgert. Sie haben berichtet, 

wie sie Tag für Tag Frühstück, Trinken, 

Mittag und Abendbrot, Schatten und einen Schlafplatz suchten. 

Sie gingen zu Fuß, fuhren mit Menschen, die sie mitnahmen, 

über Straßen und Berge, durch Wälder und Bäche. 


Und es geschah: In allen Orten taten sich ihnen Türen auf, 

Menschen verpflegten sie, feierten mit ihnen bis in die Nacht, 

erzählten vor allem ihre Lebensgeschichten. 

Sie trafen einen Schäfer und halfen ihm beim Zäune ziehen, 

sie halfen ungeplant jemanden beim Umzug. 

Sie waren in zum ersten Mal in Tottleben, Großengottern, 

Weberstedt, Kirchheiligen und vielen anderen Orten, 

haben Konzerte bei der Feuerwehr und in der Landfleischerei gehalten. 


Sie erzählten tief gerührt, wie Gott ihren Fuß nicht gleiten ließ 

und Begegnungen schuf, die sie vorher nicht für möglich hielten. 

Sie waren nach nur 10 Tagen als andere Menschen angekommen.

Sie baten ihre Gastgeberinnen ihnen eine Botschaft für die Welt 

mit zugeben und die sagten sowas: „Habt Liebe und Mitgefühl“ 

oder: „Nehmt euch mehr Zeit füreinander und meckert nicht so viel.“ 


Am Ende der 10 Tagen gaben sie ein Konzert. Fast alle ihre spontanen Gastgeber*innen und Begegnungen kamen und es wurde ein großes Fest 

mit Menschen, die sich vor 10 Tagen alle noch nicht kannten. 

Was für ein Bild der Pilgerschaft, 

ich möchte es hier mit hinlegen für unsere Kirche. 

Ein Pilgern in der Welt zu denen, die Nächste sind und Nachbarn. 

Reden, zuhören, leben teilen.  


Gott wird nicht müde. Er ruft Leben ins Leben ohne

Pause. Weil er es kann. Und weil er es will. Amen.


Und der Friede Gottes, der höher ist als unsre Vernunft, 

der halte unsern Verstand wach und unsre Hoffnung groß 

und stärke unsre Liebe. Amen.


(Bilder und Videos der Reise der drei Pilger
finden sich auf Instagram 

auf den Kanälen von "erprobungrsraum.lsz" und "alexaustenmusic")

... passt auf Eure Liebe auf...

  Predigt am 19. Juli in Stendal Predigttext Hebräerbrief 13, 1-3: Hört nicht auf, einander als Brüder und Schwestern zu lieben.  Vergesst ...